Führungskräfte

Die Kunst, gekonnt vorzutragen

Alle Jahre wieder – Weihnachtszeit ist Redezeit: Zeit, die Leistungen des Unternehmens unter die Lupe zu nehmen, Zeit, den Mitarbeitern für Ihr Engagement zu danken und Zeit, den Vorhang in die Zukunft zu lüften. Die Rede der Referenten, oft mit einer Weihnachtsfeier kombiniert, ist einer der Höhepunkte im Geschäftsjahr – eine herausragende, vielleicht zu oft unterschätzte Chance für Führungskräfte, nicht nur die eigene Sichtweise einzunehmen, sondern auch durch die Brille der Mitarbeiter zu blicken. Es geht darum, Bilanz zu ziehen, die Zusammenarbeit zu würdigen, die zukünftigen Erwartungen zu formulieren und vieles mehr. Je stärker die Publikumsorientierung, desto wirkungsvoller die Rede!

Abwärtsspirale in den Konflikt

Jeder kennt sie, keiner mag sie: Konflikte. Zoff im Büro, Grabenkämpfe zwischen Abteilungen, kalte Streitereien unter Mitarbeitern. Konflikte gehören zum Arbeitsleben wie der Donner zum Gewitter. Bleiben sie ungelöst, verringern sie die Leistungsbereitschaft, nagen an der Motivation der Mitarbeitenden und kosten Geld, viel Geld. Die KPMG, eine von Deutschlands führenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, hat errechnet, dass Konflikte am Arbeitsplatz deutsche Unternehmen pro Jahr etwa 20% ihrer Personalkosten ausmachen. Qualitätsmängel, entgangene Aufträge, erhöhte Fehlzeiten, Kündigungen und vor allem der Verlust der Arbeitszeit während der Konfliktbewältigung, das sind Kosten, die in keiner Planung oder Bilanz auftauchen, aber massiv auf das Betriebsergebnis durchschlagen ...

Ideenmanagement

Am Abend des 14. April 1912 kollidierte die Titanic im Nordatlantik mit einem Eisberg. Von den 2200 Passagieren und Besatzungsmitgliedern überlebten nur 705.

Was wäre, wenn die Schiffsmannschaft den Eisberg nicht nur als Ursache der Katastrophe, sondern auch als deren Lösung verstanden hätte, um Leben zu retten? Auf einer Breite von 120 Metern ragte der Eisberg aus dem Wasser. Die Rettungsboote hätten nach einer Stelle suchen können, um dort Menschen abzusetzen. Natürlich kann niemand sagen, ob diese Alternative geglückt wäre. Die Vorstellung jedoch besitzt einen gewissen Reiz. Warum ist niemand auf diese Idee gekommen ...