Gehirn

Ideenmanagement

Am Abend des 14. April 1912 kollidierte die Titanic im Nordatlantik mit einem Eisberg. Von den 2200 Passagieren und Besatzungsmitgliedern überlebten nur 705.

Was wäre, wenn die Schiffsmannschaft den Eisberg nicht nur als Ursache der Katastrophe, sondern auch als deren Lösung verstanden hätte, um Leben zu retten? Auf einer Breite von 120 Metern ragte der Eisberg aus dem Wasser. Die Rettungsboote hätten nach einer Stelle suchen können, um dort Menschen abzusetzen. Natürlich kann niemand sagen, ob diese Alternative geglückt wäre. Die Vorstellung jedoch besitzt einen gewissen Reiz. Warum ist niemand auf diese Idee gekommen ...

Denken in Bildern

Sagen, reden, plappern, schwatzen, schwafeln, plaudern, mitteilen, kundtun, weitertragen, übermitteln, erklären, erörtern .... es gibt offenbar eine schier endlose Zahl von Wörtern für das, was wir unentwegt tun: Sprechen. „Das Menschlichste, was wir haben“, so Theodor Fontane, „ist doch die Sprache, und wir haben sie, um zu sprechen.“

Wir sprechen mit Worten. Der aktive Wortschatz eines Durchschnittsdeutschen besteht aus etwa 12.000 bis 16.000 Wörtern. Deutsch ist allerdings eine sogenannte Hybridsprache, die eine Flut fremder Wörter aufgenommen hat. Das Fischen im fremden Wörtersee bringt ständig neue Begriffe hervor ...

Richtig gesagt ist richtig verstanden!

Auch wenn sich manche hinter ihrem Schreibtisch verschanzen und „keine Zeit“ für Gespräche aufbringen, Kommunikation ist das Schmiermittel, das Unternehmen am Laufen hält. Meetings, Besprechungen, persönliche Gespräche, Telefonate ... es wird viel geredet rund um den Arbeitsplatz.

Doch Fallstricke und Stolpersteine begegnen uns nahezu überall. Sie gehen mit besten Absichten in ein Gespräch, Sie stellen eine harmlose Frage und Ihr Gesprächspartner reagiert gereizt, die Stimmung kippt. Ein Missverständnis? Kollege Meier erhält eine Frage, die er nicht beantworten kann, was in seinen Augen eine Schwäche wäre. Von daher gibt er eine mehrdeutige Antwort und schickt damit ein Missverständnis auf den Weg. Missverständnisse sind schnelle Fahrstühle in den Konflikt. Die meisten Konflikte beginnen mit einem Missverständnis ...

Gehirn (Kauf)Entscheidungen

Täglich prasseln auf uns Unmengen an Informationen nieder. Mit unseren fünf Sinnen Sehen, Hören, Riechen, Tasten und Schmecken gelangt ein unglaublicher Wust an Eindrücken in unser Gehirn. In jeder Sekunde werden Informationen mit einem Umfang von etwa 11 Millionen Bits aufgenommen und verarbeitet. Information overload! Eigentlich müssten wir durch diese ausufernde Reizüberflutung verrückt werden, oder? Werden wir aber nicht! Denn unser Arbeitsgedächtnis weiß sich zu helfen und besitzt nur eine begrenzte Kapazität ...

Lerntypen, Linkshirner und Limbisches System

Wollen Sie diesen Artikel wirklich lesen oder sich lieber vorlesen lassen? Möglicherweise bevorzugen Sie, gleich darüber zu diskutieren oder schwebt Ihnen vor, sich einfach das Wesentliche des Textes aufzuschreiben? Wie Sie an diesen Text herangehen, entscheidet - so die Annahme - Ihr Lerntyp: visuell, auditiv, kommunikativ, und kinästhetisch – oder doch nicht? Weit verbreitet bei Lehrern, Trainern und anderen, die mit Bildung zu tun haben, ist die Ansicht, dass es zum Lernen einen individuell bevorzugten "Lernkanal" gibt, je nachdem, welcher der Sinne seine Lernpforten besonders bereitwillig öffnet: Auge, Ohr, Kommunikation, Kinästethik ...

Leben im Standby-Modus

Was würden Sie sagen, wenn eine global tätige Institution etwa 500 Milliarden im Jahr verplempert? In dieser Größenordnung liegt der wirtschaftliche Schaden, der durch E-Mails, Twitter, Facebook und Co auf unserem Globus erzeugt wird - so „eco“, der Verband der deutschen Internetwirtschaft. „Der Konzentrationsverlust durch Ablenkungssucht hat mittlerweile eine Schwelle erreicht, in der die Vorteile der elektronischen Kommunikation“ verschwinden, warnt eco-Geschäftsführer Harald A. Summa. Der Produktionsverlust durch ständige digitale Störungen an einem durchschnittlichen Büroarbeitsplatz wurde mit mehr als 12.000 € pro Jahr beziffert.

Leben im Standby-Modus: Alles gleichzeitig?

Alles gleichzeitig?

... das kannst du vergessen!

So manch ein Zeitgenosse wünscht sich nichts mehr als einen digitalen Radiergummi, der die im Netz unbedacht hingerotzten Schimpfkanonaden vernichtet, der pikante, private oder intime Spuren vertilgt oder der einen „Shit-Storm“ nachträglich in eine leichte Brise verwandelt. ... die Daten im Internet verrotten nicht, das Netz kann nichts vergessen. Selbst die klitzekleinste Spur eines „Users“ läßt sich im digitalen Ewigkeitsspeicher wieder finden. Wäre es nicht schön, wenn unser Gehirn auch alles für immer speichert und wir nichts vergessen würden? Der Schulabschluss, die Fahrprüfung, das Examen ... alles hätten wir mit Bestnoten absolviert, weil wir alles behalten und nichts vergessen ... so wie das Internet...

Was denkt sich eigentlich unser Gehirn?

Es ist durchschnittlich 1,4 kg schwer, macht 2% der Körpermasse aus, benötigt aber 20% der Energie und besteht vorwiegend aus Wasser, Eiweiß und Fett. 170 000 km Nervenfasern sind über 10 hoch 14 Synapsen miteinander verknüpft, und es wird aus etwa 84 Milliarden Neuronen gebildet. In jeder Sekunde kann es einen Terabyte Daten verarbeiten, die über unsere fünf Sinne in uns gelangen. Das menschliche Gehirn ist derzeit im Fokus des Interesses. Und wenn man die Zeichen der Zeit richtig deutet, hat sich die Gehirnforschung mittlerweile zu einer Leitwissenschaft entwickelt!