Lernerfolg

... das kannst du vergessen!

So manch ein Zeitgenosse wünscht sich nichts mehr als einen digitalen Radiergummi, der die im Netz unbedacht hingerotzten Schimpfkanonaden vernichtet, der pikante, private oder intime Spuren vertilgt oder der einen „Shit-Storm“ nachträglich in eine leichte Brise verwandelt. ... die Daten im Internet verrotten nicht, das Netz kann nichts vergessen. Selbst die klitzekleinste Spur eines „Users“ läßt sich im digitalen Ewigkeitsspeicher wieder finden. Wäre es nicht schön, wenn unser Gehirn auch alles für immer speichert und wir nichts vergessen würden? Der Schulabschluss, die Fahrprüfung, das Examen ... alles hätten wir mit Bestnoten absolviert, weil wir alles behalten und nichts vergessen ... so wie das Internet...

Lernen und die Macht der Gefühle

Mein Kopf sagt ja, mein Bauch nein! Häufig äußern wir uns so, wenn wir um eine Entscheidung ringen. Was hier scheinbar miteinander konkurriert, sind nicht etwa zwei Körperteile, sondern Emotionen, die einen „rationalen“ Gedanken zu beeinflussen versuchen. Erinnerungen sind tief in uns verborgen und zuhauf in uns gespeichert. Und werden sie geweckt, so steigen sie wieder ins Bewusstsein. Wir hören ein Lied, erinnern uns an die Liebe, die uns früher verband, und fühlen uns zurück versetzt in das damalige Glückserlebnis. Wir hören das Klirren einer Glasflasche, und schon erinnern wir uns daran, wie wir uns an einer zerspringenden Flasche verletzt haben, ein unangenehmes Gefühl taucht an die Oberfläche.