Multitasking

Wenig Zeit für die "Zeit"genossen!

Ein Kollege kommt zu spät zur Besprechung. Früher hieß es: „Warum kommst Du nicht pünktlich?“ Heute sagt man: „Warum hast Du nicht angerufen?“ Pünktlich zu sein hat ausgedient, heute kommt es darauf an, „am Punkt“ zu sein, also hochgradig flexibel und bereit, sich unterschiedlichen Situationen anzupassen. Wenn heutzutage jemand zur Begrüßung gefragt wird, wie es ihm gehe, lautet die Antwort oft: „Bin im Stress!“ Viele „Zeit“genossen klagen über eine überhitzte Leistungsgesellschaft, in der Zeitknappheit, Hektik und Zersplitterung zu den vorherrschenden Gefühlen zählen. Eine zunehmende Zahl von Menschen glaubt daher, die Zeit vergehe heute schneller als früher. Das tempobestimmte Klima lässt die Gegenwart schrumpfen. Dabei ist Zeit im Übermaß vorhanden und gratis zu haben. Was ist los?

An die Rechner, fertig, Weiterbildung

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen! Wer seine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat, bildet sich weiter, entweder im Rahmen einer betrieblichen Fortbildung oder auf Eigeninitiative. „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr!“ - diese „Weisheit“ hat ausgedient. Mittlerweile wissen wir, dass das Gehirn aufgrund seiner hohen Plastizität in der Lage ist, lebenslang zu lernen. Die Unternehmen müssen sich darauf einstellen, dass sich in den kommenden Jahren die Altersstruktur stark ändert. Auf der einen Seite werden etwa die Hälfte der Mitarbeiter über 50 sein, auf der anderen Seite beginnt die in den 1980er Jahren geborene „Generation Y“ ihre berufliche Laufbahn. Das heißt, „Digital Natives“, die gewohnt sind, ihre Informationen aus dem Internet zu beziehen und auf Web-Plattformen miteinander zu diskutieren, lernen mit älteren Kollegen in altersgemischten Gruppen. Zugleich werden in den nächsten Jahren die „Baby-Boomer“ vermehrt in den Ruhestand treten. Durch den Weggang eines Kollegen entsteht nicht nur eine persönliche Lücke, auch spezifische Kenntnisse und Erfahrungen verlassen das Unternehmen.

Leben im Standby-Modus

Was würden Sie sagen, wenn eine global tätige Institution etwa 500 Milliarden im Jahr verplempert? In dieser Größenordnung liegt der wirtschaftliche Schaden, der durch E-Mails, Twitter, Facebook und Co auf unserem Globus erzeugt wird - so „eco“, der Verband der deutschen Internetwirtschaft. „Der Konzentrationsverlust durch Ablenkungssucht hat mittlerweile eine Schwelle erreicht, in der die Vorteile der elektronischen Kommunikation“ verschwinden, warnt eco-Geschäftsführer Harald A. Summa. Der Produktionsverlust durch ständige digitale Störungen an einem durchschnittlichen Büroarbeitsplatz wurde mit mehr als 12.000 € pro Jahr beziffert.

Leben im Standby-Modus: Alles gleichzeitig?

Alles gleichzeitig?