Respekt

Glück und Zufriedenheit

Gute Vorsätze gehören zum alljährlichen Silvesterritual: mehr bewegen, abnehmen, mehr „quality time“ mit den Kindern, weniger arbeiten, gesünder essen. Selten sind Entdeckerfreude, Gestaltungslust und Änderungsbereitschaft so ausgeprägt wie zu Jahresbeginn. „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, dichtete Hermann Hesse. Doch diese Zeile ist durch maßlose Überbeanspruchung zum Klischee verdampft. Überhaupt werden Vorsätze selten gehalten, die Liste der verpassten Chancen wird immer länger und bei vielen wachsen die Zweifel an der Selbstkasteiung. Kurze Zeit später ist alles wie zuvor: Für die Fitness bleibt kaum Zeit, das Übergewicht will nicht schmelzen, die Kinder sieht man nur noch schlafend und die Überstunden nehmen zu. Wohl zu keiner anderen Jahreszeit gehört das Scheitern zur weit verbreiteten Kollektiverfahrung wie im Januar ...

Statussymbole

Sind Sie schon einmal zum Chef „nach unten“ gebeten worden? Wohl kaum, Vorgesetzte haben ihr Büro oben! Und wenn Sie das Büro betreten? Wirkt der übermächtige Schreibtisch wie eine Barriere? Das ist beabsichtigt, Distanz betont den höheren Status. Wo parkt die Geschäftsleitung? Auf einem Parkplatz an exponierter Stelle, mit dem eigenen Namen oder der Funktion versehen. „Alle unsere Sinneswerkzeuge“, so der Schweizer Bergführer Charles Widmer, „sind auf Raumnutzung eingestellt.“ Wir bevorzugen den Fensterplatz im Restaurant und besetzen mit Handtüchern die besten Plätze am Strand. Wir verdeutlichen unsere Raumansprüche, schreibt der Verhaltensforscher Graham Brown, mit Identitätsmarken („Hier bin ich!“), mit Kontrollmarken („Hier ist besetzt“) und durch Verteidigungsmarken („Finger weg, das gehört mir.“). Dieses Verhalten folgt offenbar festen Mustern, die in der Evolution bereits angelegt und intuitiv verankert sind.

E-Mail Informationsflut

Wir mailen, was das Zeug hält! Die elektronische Post hat die geschäftliche Kommunikation schnell und preiswert gemacht. Der E-Mail-Verkehr versetzt uns in die Lage, rasch miteinander zu kommunizieren. Wo früher Stift und Briefpapier bereit gelegt wurden, genügt heute ein einfaches Mailprogramm. Geschwindigkeit und Gleichzeitigkeit haben die professionelle Kommunikation effektiver und einfacher gemacht. Segen und Fluch liegen jedoch eng beieinander ...