Unternehmen

Empfehlungsmarketing

Stellen Sie sich vor, Sie ziehen mit Ihrer Familie in einen anderen Ort und wollen wissen, welche Schule für Ihre Kinder geeignet, welcher Arzt besonders gut oder welcher Rechtsanwalt empfehlenswert ist. Fragen Sie Alexa? Wohl kaum. Schauen Sie in Bewertungsportale? Ja, vielleicht. Oder sprechen Sie mit einem, der sich in Ihrem noch wenig bekannten Ort gut auskennt? Das wohl eher.

Wer berufsmäßig verkauft und mit Kunden in Verbindung steht, nutzt das gleiche Prinzip der Empfehlung. Falls ein Verkäufer doch einmal einen Kunden verliert, ist es nicht nur kostengünstiger, auch sind die Chancen, ihn zurück zu gewinnen größer als einen neuen Interessenten zu finden. Hierfür sollten allerdings einige Voraussetzungen gegeben sein. Wenn Kunden sich unzufrieden zeigen, sie sich über – aus Ihrer Sicht – Kleinigkeiten aufregen oder sogar sich kritisch über Ihr Unternehmen äußern, könnte das ein Signal sein, dass der Kunde sich bereits nach Alternativen umsieht. Hier hilft nur eines: Sprechen Sie mit dem Kunden und versuchen Sie herauszufinden, wo der Schuh drückt, um ihn bei der Stange zu halten.

 

Schweinehund

In meinen Seminaren und Workshops erlebe ich immer wieder Klagen darüber, dass Vorhaben, die in Meetings oder in Personalgesprächen vereinbart wurden, gescheitert sind. Das kann mehrere Gründe haben: unrealistische Ziele, veränderte Rahmenbedingungen, Zieldiktat statt Ziel -„Vereinbarung“ ... Häufig handelt es sich hier aber auch um den sogenannten „Inneren Schweinehund“, der danach trachtet, Vorhaben zu sabotieren.

Er meldet sich, wenn sich etwas ändern soll: Keller aufräumen? Heute nicht! Mit dem Fahrrad zur Arbeit? Morgen ist auch noch ein Tag! Lampe reparieren? Der Krimi bringt mehr Spaß! Veränderungen sind dem inneren Schweinehund ein Gräuel, besonders gerne torpediert er gute Vorsätze, wie jene zum Jahreswechsel, und gibt erst dann Ruhe, wenn der gewohnte Zustand wiederhergestellt ist. Faulheit statt Fitness, Döner statt Diät, Spielen statt Sport.

Meetings und Besprechungen

Nach dem Meeting ist vor dem Meeting! Ein Angestellter, so der Software-Hersteller Atlassian in einer Studie, nimmt durchschnittlich an 65 Meetings im Monat teil, findet die Hälfte davon überflüssig und meint, etwa 34 Arbeitsstunden monatlich in diesen Zusammenkünften zu vergeuden. Im Englischen gibt es dafür einen Begriff: „Death by Meeting“. Fast die Hälfte ihrer Arbeitszeit hocken Manager in Meetings, und das jede Woche! Besprechungen werden meist von den Führungskräften anberaumt, sie dienen dem Meinungsaustausch, der Problemanalyse, der Entscheidungsfindung oder haben zum Ziel, die Mitarbeiter über aktuelle Entwicklungen, Veränderungen oder Planungen des Geschäfts zu informieren. Der Meeting-Alltag sieht jedoch recht trübe aus ...

Nachhaltigkeit und nachhaltige Mitarbeiterführung

Viele führen ihn unablässig im Munde wie das tägliche Brot, andere wenden sich entnervt ab, wenn sie diesen Begriff hören: „Nachhaltigkeit“. Als ob die ganze Welt sprachlich geimpft wurde, springt uns „Nachhaltigkeit“ aus Büchern und Medien massenweise entgegen. Es gibt ein „Lexikon der Nachhaltigkeit“, man kann „Nachhaltigkeit“ studieren, wir buchen nachhaltigen Tourismus und können nachhaltig bauen. Sogar von „nachhaltiger Kunst“ ist die Rede. Im Juni wurde die „Deutsche Aktionswoche Nachhaltigkeit“ begangen, im November findet der „Deutsche Nachhaltigkeitstag 2013“ statt, wo auch ein „Nachhaltigkeitspreis“ verliehen wird. Für Angela Merkel ist „Nachhaltigkeit“ die zentrale Aufgabe des 21. Jahrhunderts.

Empathie als Erfolgsfaktor

Die einen bedauern, dass es leider zu wenig davon gibt, andere sehen darin einen lauwarmen Nebenzweig der Esoterik oder meinen, es handle sich hierbei um eine Eigenschaft, die konfliktscheue Weicheier kennzeichnet. Die Rede ist von Empathie, einem Begriff, der sehr unterschiedliche, ja konträre Assoziationen weckt. Das Wort stammt aus dem Griechischen und bezeichnet die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen und Verständnis zu entwickeln.

Wir leben in einer Zeit, in der sich Informationen immer stärker verdichten, der Produktivitätsdruck das Wirtschaftsleben bestimmt und sich die Dinge so rasant verändern, dass viele Menschen kaum noch mithalten können. In diesem Klima der Rast- und zuweilen auch Ratlosigkeit wächst das Bedürfnis nach Respekt und Wertschätzung. Empathie, so scheint es, ist in unserer (Arbeits)Welt ein Stück weit abhanden gekommen...